Marien-Wallfahrtsort "Elsenau"
Die Lourdesgrotte im Marien-Wallfahrtsort "Elsenau" liegt, wunderschön in die Natur eingebettet, an der Landstraße zwischen Obereschach und Kappel.
Gerne wird der Gebetsort das ganze Jahr über von vielen Gläubigen aus Nah und Fern besucht.
An jedem Sonntag im Mai finden dort feierliche Maiandachten statt.
Und traditionell, jedes Jahr am 15. August, feiern dort viele Marienverehrer das Fest "Mariä Himmelfahrt".

Entstehungsgeschichte der Gebetsststätte Elsenau
Ein bleibendes und anziehendes Denkmal hat sich Pfarrer Rohrer (Seelsorger in Weilersbach und Kappel) in der Gründung der Lourdesgrotte Elsenau gesetzt.
Bei einem Spaziergang drang er durch Hecken und Dorngestrüpp in eine zwischen Kappel und Obereschach gelegene Schlucht ein. Ein kleiner Wasserfall, eine kleine Wiesenfläche, von Gebüsch und Felsen eingeschlossen, boten sich ihm dar. Dieses romantische Plätzlein (Wolfsschlucht genannt) ließ ihn nicht mehr los.
Am 17. Februar 1887 sah Pfarrer Rohrer bei Laufen, Kreis Rottweil, eine Lourdesgrotte. Da durchzuckte ihn der Gedanke, dass seine vor einem Jahr gemachte Entdeckung in Kappel der richtige Platz für eine solche Grotte sei. Das war die Geburtsstunde der Elsenau.
Auf einer Wallfahrt, die er im Frühjahr 1888 nach Maria Einsiedeln in der Schweiz machte, wählte er eine Lourdes-Madonna aus und ließ sie dort weihen. Zu Hause wieder angekommen, stellte er sie im Beisein von zwei 2 Krankenschwestern seiner Station unter einer hervorstehende Felsenplatte der »Wolfsschlucht« auf. Das war am 14. Mai 1888, am Montag vor Pfingsten.
Der kleine Wallfahrtsort wurde nun Elsenau geheißen, weil die Gegend dort Au hieß und weil das kleine Bächlein, das durch die Schlucht plätscherte, den Namen Elsenbächlein führte.
Auf den Pfingstsamstag ließ Pfarrer Rohrer eine Holzbank anbringen. Die Sache sprach sich schnell herum und die beiden Pfingsttage wurden die ersten beiden großen Wallfahrtstage. Die kleine Schlucht war voller Menschen und es flossen ziemliche Opfergaben, um einen weitern Ausbau zu ermöglichen.
Pfarrer Rohrer kam mit den Krankenschwestern recht oft in die Elsenau, den Rosenkranz zu beten, besonders an den Sonntagen.
An Maria Himmelfahrt 1889 war die feierliche Einweihung der Grotte. Eine überwältigende Anzahl von etwa 1.500 Marienverehrern aus nah und fern eilten herbei. In der Folgezeit wurde die Elsenau ein beliebter Wallfahrtsort der Umgebung. Die Sorge und Erhaltung des Heiligtums beschäftigten Pfarrer Rohrer bis zu seinem Tode im Jahre 1897. Eine
Gebetshütte wurde errichtet, ein Wasserteich unterhalb der Grotte angelegt, und zuletzt umrahmte ein Kreuzweg die Anlage.
Zahlreich sind seitdem die frommen Beter, die aus Stadt und Land zur Elsenau pilgern, um an diesem lauschigen Plätzlein der Himmelskönigin ihre Anliegen vorzutragen.
Im Herbst 1949 erfolgte eine gründlichen Erneuerung und Erweiterung der Elsenau und es entstand eine schön gelegene Anlage. Die nötigen Arbeiten wurden von Einwohnern aus Kappel und Weilersbach kostenlos durchgeführt.
Die Einweihung der neugestalteten Elsenau fand am 01.Mai 1950 unter Teilnahme von rund 2000 Wallfahrern statt. Solche großen Besucherströme sind in der heuten Zeit nicht mehr vorstellbar.
(Auszüge aus der Dorfchronik Weilersbach, Verfasser: Hannes Hauger)
