St. Hilarius Weilersbach

 
Kirche St. Hilarius in Weilersbach
 
 
 

Eine kurze Kirchengeschichte

Seit wann in Weilersbach eine Kirche besteht und von wem sie gegründet worden ist, auf diese Frage kann niemand eine sichere Antwort geben, da schriftliche Urkunden fehlen.Trotzdem gibt es einen zuverlässigen Wegbahner in die Zeit um 500 n. Chr., als die Alemannen christlich wurden, den hiesigen Kirchenpatron, den Hl. Hilarius, Bischof und Kirchenlehrer.

Zugleich muss aber noch eines anderen Mannes gedacht werden, welcher Aufschluss auf die Frage über die Entstehung der ersten Kirche geben könnte. Der große Apostel der Alemannen, der Hl. Fridolin von Säckingen, der ein großer Bewunderer des Hl. Hilarius war. Er lebte in Irland und setzte 464 auf das Festland über, wo ihn der Weg nach Poitiers führte. Er wurde Abt des vom Hl. Hilarius gegründeten Klosters. Er gründete Klöster und errichtete Kirchen. Seine Missionstätigkeit führte ihn zu den Alemannen. All diese Neugründungen wurden vom Hl. Hilarius geweiht. Am System der Hilariuskirchen erkennt man die St. Fridolins Missionsreise: von Säckingen rheinabwärts in den Breisgau bis gegen Offenburg, durch den Schwarzwald nach Rottenburg, dann wieder neckaraufwärts über Donaueschingen zum Hochrhein.

Demnach könnte also auch unser erstes Kirchlein hier in Weilersbach sein Entstehen diesem Heiligen zu verdanken haben und wäre dann in der Zeit zwischen 500 und 530 n. Chr. erbaut worden. Der Ort Weilersbach wird 764 zum ersten Mal urkundlich (Stiftsarchiv St. Gallen) erwähnt.

Der Dreißigjährige Krieg beendete um 1639 die ursprüngliche Pfarrei. Danach, ab 1648 wurde die Pfarrei eine Filiale von Dauchingen. Erst 1776 konnte sie sich lostrennen und wurde am 18. Oktober dieses Jahres zur Pfarrei errichtet. Die Dorfkirche war früher das Herz des Dorfes Weilersbach. Alle Feste im Dorf hatten ihren Mittelpunkt im Haus des Herrn. Über 200 Jahre hatte man versucht, eine neue Kirche zu bauen, da diese viel zu klein geworden war. Im Jahre 1953 ergriff der damalige Ortspfarrer Heinrich Schubnell erneut die Initiative zu einem Kirchenneubau. Durch Spenden und eine enorme Arbeitskraft von Freiwilligen konnte am 12. Juni 1955 die feierliche Einweihung durch Bischof Dr. Augustin Olbert von Tsingtao erfolgen. Die neue Kirche hat ca. 400 Sitzplätze. Der Turm misst bis zur Kreuzspitze 36 Meter. Die Zifferblätter der Uhr haben einen Durchmesser von 3,20 Meter. Im Jahre 1959 erhielt die Kirche ein Altarbild, es zeigt im Symbol die Allerheiligste Dreifaltigkeit umgeben von einer dreifachen Engelschar. Zu beiden Seiten die Gestalten des Hl. Bischofs Hilarius und des seligen Markgrafen Bernhard von Baden. Im gleichen Jahr erhielt die Kirche auch einen neuen Taufstein. Das holzgeschnitzte Muttergottesbild aus dem Jahre 1760 krönt den Marienaltar. Auch eine feine Holzplastik, eine Pietá, wurde in die neue Kirche übernommen und hängt in der Fastenzeit über dem Marienaltar. Im Turm befanden sich zuerst 3 Glocken. Sie sind dem Hl. Hilarius, dem Erzengel Michael und dem Hl. Josef geweiht. Zwei weitere Glocken kamen hinzu. Die größte der beiden hielt den Namen Christus und die andere ist der Mutter Gottes geweiht. In der Christnacht 1961 war das herrliche Geläut zum ersten Mal zu hören. 1963 erhielt die Kirche eine neue Orgel mit 25 Registern. Die Zeit blieb nicht still nach dem Kirchenneubau und wie an allen Gebäuden die Zeit nagt, stand 1996 eine große Renovierung der Kirche an, eine weitere 2004 und 2006 die zurzeit letzte, die Innenrenovierung und Neugestaltung der Altarinsel.

Unser Patron St. Hilarius

Der Patron unserer Kirche und der Pfarrgemeinde ist der Hl. Hilarius von Poitiers.

Hilarius wuchs in einer wohlhabenden heidnischen Familie auf, studierte wie damals üblich, Philosophie und Rhetorik, um dann römischer Beamter zu werden. 345 ließ er sich mit Frau und Tochter taufen und bereits fünf Jahre später wählte ihn die kleine christliche Gemeinde von Pictavium (Poitiers) zu ihrem Bischof. Er war der erste Bischof von Poitiers, der namentlich bekannt ist. In dieser Eigenschaft taufte er 351 Martin von Tours. Schon bald musste er im Arianischen Streit Stellung nehmen. In Phrygien hatte Hilarius Gelegenheit, die Kirchenväter und die Lehren des Ostens aus der Nähe zu studieren. Auch verfasste er dort zwei lateinische Abhandlungen über die Trinität (De Synodis und De Trinitate). Hilarius spielte eine wesentliche Rolle in der Vermittlung von östlicher Theologie in die lateinische Welt, und auch umgekehrt. Er ist einer der ganz wenigen lateinischen Kirchenväter, die auch in der Orthodoxen Kirche bis heute sehr geschätzt werden.

  
 
 
So finden Sie uns
  

St. Hilarius Weilersbach

Wilhelm-Becker-Str. 14
78052 VS-Weilersbach
Gottesdienstzeiten
Sonn- und Feiertagsgeläut